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Dexamphetamin

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Dexamphetamin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Amphetamine, der zur Behandlung einer schwer zu behandelnden ADHS bei Kindern und Jugendlichen im Rahmen eines multimodalen Therapiekonzepts eingesetzt werden kann. In Deutschland ist Dexamphetamin aktuell nur in Tablettenform in 5mg-Dosen unter dem Handelsnamen Attentin erhältlich. Bei missbräuchlicher Verwendung besitzt Dexamphetmin ein hohes Suchtrisiko.[1][2]

Attentin wird vom deutschen Pharmahersteller MEDICE Arzneimittel Pütter hergestellt und vermarktet.

Indikation

Dexamphetamin ist seit Dezember 2011 zur Behandlung von Kindern ab 6 Jahren und Jugendlichen mit ADHS zugelassen. Die Gabe von Attentin ist dann angezeigt, wenn vorangegangene Behandlungsversuche nicht die gewünschten oder keine Verbesserungen hervorbringen konnten.

Im Weiteren kann Dexamphetamin off label zur Behandlung therapieresistenter Depressionen rezeptiert werden.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen ohne Angabe der Häufigkeit

Herzmuskelerkrankungen, Herzinfarkt, Herzklopfen, Herzrasen, Erhöhung des Blutdrucks, Pupillenerweiterung, Sehstörungen, Bauchkrämpfe, Darmentzündung aufgrund einer Durchblutungsstörung, Durchfall, Mundtrockenheit, Übelkeit, Brustschmerz, Tod durch Herz-Kreislauf-Zusammenbruch, verlangsamtes Wachstum, Körperüberwärmung, Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Blutgefäßschwellung und allergischer Schock), plötzliche Todesfälle, Körperübersäuerung, Essensverweigerung, Gewichtsabnahme, Muskelgewebezerfall (Rhabdomyolyse), Gangunsicherheit, ungezielte Bewegungen von Armen und Gesicht, Konzentrationsstörungen, Krämpfe, Benommenheit, Muskelzuckungen im Gesicht, Schmeckstörung, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Überaktivität, übertriebene Reflexe, Hirnblutung, malignes neuroleptisches Syndrom, Schlaganfall, Zittern, Tourette-Syndrom, aggressives Verhalten, Angst, Verwirrtheit, Delirium, Depression, Drogenabhängigkeit, Verstimmung, Gefühlsschwäche, Übersteigerung, Wahnvorstellungen, Beeinträchtigungen der Leistungen in Hirnleistungstests, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, veränderte Libido, Nervosität, Nachtangst, Zwangsverhalten, Panikzustände, Verfolgungswahn, Psychose (oder -ähnliche Reaktionen), Ruhelosigkeit, nervöses Zucken (Tics), Nierenschädigung, Impotenz, Haarausfall, Hautausschlag, Schwitzen, Nesselsucht.[3]

Seltene Nebenwirkungen

Verminderung des Blutdrucks, Herz-Kreislauf-Zusammenbruch, Entzündung von Blutgefäßen im Gehirn.

Vereinzelte Nebenwirkungen

Bei einer Vergiftung trat vorübergehende Hyperaktivität auf, zusammen mit Körperüberwärmung, Übersäuerung und Tod durch Herz-Kreislauf-Zusammenbruch.

Anwendungsbeschränkungen

Dexamphetamin darf bei Kindern unter 6 Jahren sowie bei Erwachsenen nicht angewendet werden, da die Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe bislang nicht nachgewiesen wurde.

Siehe auch

Weblinks

Attentin auf der Website von MEDICE

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Einzelnachweise

  1. http://flexikon.doccheck.com/de/Dexamphetamin#.22Off_Label_Use.22
  2. http://www.onmeda.de/Medikament/Attentin+5mg+Tabletten--nebenwirkungen+wechselwirkungen.html
  3. Gesamter Absatz: http://www.onmeda.de/Medikament/Attentin+5mg+Tabletten--nebenwirkungen+wechselwirkungen.html


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