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Buspiron

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Buspiron (Handelsnamen in Deutschland: Anxut, Busp) ist ein zur Therapie von Angststörungen verwendeter Arzneistoff (Anxiolytikum) ohne Suchtpotential. Anders als bei Benzodiazepinen setzt die (sedierende) Wirkung von Buspiron nicht spontan nach der Einnahme, sondern erst nach etwa zwei Wochen regelmäßiger Einnahme ein.

In diversen offenen Studien erwies sich Buspiron zudem als sehr wirksam bei reiner ADHS, ADHS mit einer Störung des Sozialverhaltens und ADHS mit zusätzlicher emotionaler Störung.[1] Die Responseraten lagen in einer Studie von Gross et al. bei 70 - 90 %.[2]

Wirkmechanismus

Der genaue Wirkmechanismus ist aktuell noch nicht vollständig entschlüsselt. Vermutlich führen eine partiell agonistische Wirkung an Serotoninrezeptoren (SHT1A) und ein antagonistischer Effekt an Dopaminrezeptoren (D2) zu einer Anxiolyse (Angstlösung).

Nebenwirkungen

  • Schwindel, Müdigkeit, Kopfschmerzen
  • Übelkeit, Diarrhoe
  • Tachykardien
  • Nervosität
  • Schlafstörungen
  • Parästhesien
  • Akkomodationsstörungen

Wechselwirkungen

Da Buspiron über das Cytochrom P450 3A4 metabolisiert wird, kann der Plasmaspiegel von Buspiron durch Induktoren dieses Enzyms (z.B. Carbamazepin) erniedrigt und durch Inhibitoren (z.B. Cimetidin) erhöht werden. Beobachtet werden sollte die gemeinsame Einnahme von stark serotonerg wirkenden Medikamenten (SSRI-Antidepressiva, Johanniskraut), da es in Einzelfällen in Kombination mit Buspiron zum Serotonin-Syndrom kommen kann.

Siehe auch

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Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://goo.gl/P0a2b0
  2. http://www.jaacap.com/article/S0890-8567%2809%2963993-9/abstract


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