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Klaus Skrodzki

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Klaus Skrodzki (*1948) ist ein deutscher, promovierter Kinder- und Jugendarzt, Autor sowie Dozent an der Humboldt Universität Berlin. Skrodzki ist im deutschsprachigen Raum für seine zahlreichen Publikationen zum Thema ADHS sowie für seine Aktivitäten im Bereich ADHS bekannt, darunter sein Engagement im Vorstand des ADHS Deutschland e.V. sowie als stellvertretender Vorsitzender der AG ADHS. Zudem war er an der Entwicklung der Diagnose- und Therapieleitlinie der AG ADHS beteiligt. Skrodzki ist in einer Gemeinschaftspraxis in Forchheim/Oberfranken als Arzt für Kinder- und Jugendmedizin sowie als Kinderkardiologe tätig. Er hat zwei Kinder, darunter ein Sohn mit ADHS-Diagnose.[1]

Leben und Wirken

Klaus Skrodzki studierte Medizin in Erlangen und erlangte seine Promotion (Arbeitsmedizin Uni Erlangen: „Lautstärken und Frequenzen in Diskotheken“) im Jahr 1973.[2] Nach seiner Facharztausbildung für Kinderheilkunde und Kinderkardiologie ließ er sich im Jahr 1982 in einer Gemeinschaftspraxis in Forchheim/Oberfranken nieder.

Gemäß eigener Angaben beschäftigt sich Skrodzki seit 1977 mit dem Thema Hyperaktivität.[3]. Er war an den Arbeiten an der Leitlinie der AG ADHS beteiligt [4] und ist Mitglied in einigen Verbänden und Vereinen, die sich mit ADHS beschäftigen. Er ist tätig in Positionen als:

Weitere Aktivitäten

  • Skrodzki ist Gründer des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) in Forchheim. In diesem war er über 10 Jahre lang als Vorsitzender aktiv.

Potentielle Interessenskonflikte

Zuwendungen von Pharmaunternehmen

Skrodzki erhält als Mitglied der Advisory Boards der Firmen Lilly, MEDICE, Novartis und Shire plc Honorare von Pharmaunternehmen.[5]

Bericht der Sendung Frontal 21

Im Rahmen des Fernsehberichts „Das Pharmakartell" des umstrittenen[6] Formats Frontal 21 aus dem Jahr 2008 wird Skrodzki vorgeworfen, er habe sich in einem Interview gegenüber dem vom Pharmahersteller Lilly vermarkteten Medikament Strattera (Atomoxetin) verharmlosend über Nebenwirkungen des Medikaments geäußert. Laut Bericht soll Skrodzki zudem im Rahmen eines mitgeschnittenen Vortrags unter anderem nicht auf ein erhöhtes Suizidrisko als mögliche Nebenwirkung hingewiesen haben. Auf Anfrage des ADHS Deutschland e.V. weigerte sich die Redaktion, den betreffenden Interviewmitschnitt an den Verein herauszugeben, weshalb der Verein und Skrodzki von einer verkürzten bzw. sinnentstellten Wiedergabe ausgehen.[7] Laut Skrodzki seien „alle Aussagen geschnitten und weggelassen worden, die nicht ins gewünschte Bild passen".[8] Zudem machte Skrodzki deutlich, er erhalte „kein Geld von der Pharmaindustrie, um entsprechende Medikamente zu verordnen oder sie fälschlicherweise positiv zu bewerten".[9]

Siehe auch: Das Pharmakartell (Reportage).

Siehe auch

Film und Fernsehen

Weblinks

Publikationen (Auswahl)

  • Skrodzki, K. (1993). Langzeitbeobachtung bei Kindern mit Hyperkinetischem Syndrom und Alltagsmanagement ihrer Probleme, 144-167 in: M. Passolt (Hrsg.), Hyperaktive Kinder: Psychomotorische Therapie, Reinhardt Verlag, München.
  • Skrodzki, K.; Frey-Flügge, E.: Aufmerksamkeitsgestörte, hyperaktive Kinder im Unterricht. Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung, Video der Stadtbildstelle Nürnberg 1997
  • Imhoff, M.; Skrodzki, K.; Urzinger, M.: Aufmerksamkeitsgestörte, hyperaktive Kinder im Unterricht. Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung, München 1999, Auer Verlag
  • Skrodzki, K.; Mertens, K.: Hyperaktivität – Aufmerksamkeitsstörung oder Kreativitätszeichen?, Verlag Modernes Lernen, Dortmund, 2000
  • Skrodzki, K.: ADHD aus der Sicht des Kinder- und Jugendarztes, In: „Kinderärztliche Praxis“ (2001) Sonderheft „Unaufmerksam und hyperaktiv“ Kirchheim Verlag Mainz: S 43-47
  • Skrodzki, K.: Diagnostizieren, helfen und koordinieren – Schaltzentrale Kinder- und Jugendarzt. In: „ADHS“ Beilage zum Kinder- und Jugendarzt 1/2002. S 28-30
  • Skrodzki, K.: Purzelbaum und Trampolin – Hilfen bei ADHS? In: Zimmer R., Hunger I. (Hrg): Wahrnehmen – Bewegen – Lernen, Kindheit in Bewegung. Verlag Karl Hofmann, Schorndorf 2004
  • Skrodzki, K.: Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) im Kindes- und Jugendalter. In: Handbuch Jugendmedizin (Hrg: Stier & Weißenrieder), Springer, Heidelberg, 2005
  • Skrodzki, K: ADHS – nicht nur eine Kinderkrankheit– Diagnostik und Therapie. In: Der Allgemeinarzt, 2009

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Einzelnachweise